Vitamin D

Vitamin D

Vitamin D Mangel ist sehr weit verbreitet. Rund jeder dritte deutsche leidet darunter. Die meisten wissen es wohl nicht.

Als ich mich damals 2015 in der Klinik befand und die ganze MS Diagnostik durchgeführt wurde, wurde bei mir ein Vitamin D Mangel festgestellt. Ich nehme seither Vitamin D in Tablettenform zu mir. Ich liege mit meinen Werten im Normbereich und habe sie gern im Blick, deshalb lasse ich meinen Wert alle 6 – 12 Monate untersuchen.

Ab wann sprechen wir von einem Vitamin D Mangel

hier gibt es einige Unterschiedliche Aussagen. Jedoch wenn man sich die jüngsten Expertenmeinungen ansieht, werden Werte zwischen 40-80nl/mg als Normwert empfohlen.

Mangel feststellen

Am einfachsten sprichst du erstmal deinen Arzt an. Einen Mangel wird im Blut festgestellt. Die Krankenkassen bezahlen in der Regel wenn ein Verdacht auf Vitamin D Mangel besteht. Das liegt im Ermessen des Arztes. Wer es auf eigene Rechnung bestimmen lässt, sollte mit ca. 20€ rechnen.

MS und Vitamin D

MS wird seit langem mit einem Vitamin D Mangel in Verbindung gebracht.

Tatsächlich ist es so, dass alle bisherigen Untersuchungen nicht klären konnten ob ein Vitamin D Mangel die Ursache oder die Folge von MS ist. Einige Forschungsteams konnten nachweisen, dass zum Beispiel Menschen mit einem hohen Vitamin D Spiegel in der Kindheit/Jugend ein geringeres Risiko haben an MS zu erkranken. Ebenso wurde beobachtet das bei einem „normalen“ Vitamin D Spiegel, eine geringere MS Aktivität besteht. Das heißt es kam zu selteneren und weniger Schüben.

Bildung von Vitamin D im Körper

Genau genommen ist Vitamin D kein Vitamin, sondern eine Hormon Vorstufe. 80-90% des Sonnenhormones wird mithilfe von Sonnenlicht vom Körper selber produziert. Unter Einfluss von UV-B Strahlung wird in der Haut Provitamin D3 gebildet. Dieses gelangt dann über den Blutkreislauf in Niere und Leber wo es nun zu Vitamin D (Calcitriol) umgewandelt wird. Die beste Tageszeit für die Aufnahme ist zwischen 10 – 14 Uhr. Ein Sonnenbrand sollte unbedingt vermieden werden – Hautkrebsrisiko. Eine Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von 20 blockiert zu 95% die Aufnahme von UV Strahlen. In den Wintermonaten (in Deutschland) ist eine ausreichende Eigenproduktion von Vitamin D nicht gegeben. Zum einen wegen den wenigen Sonnenstunden und zum anderen gelangt nicht genug UV-B Strahlung zur Erdoberfläche um ausreichend Vitamin D zu produzieren.

Vielleicht denkst du jetzt, dann gehe ich doch einfach ins Solarium und gleiche es in den Wintermonaten aus. Zugegeben vor meiner MS zeit, besaß ich eine Dauerkarte fürs Solarium- ich bin nicht unbedingt stolz darauf. Du solltest auch nicht dorthin gehen. In Solarium ist die Intensität von UV-A Strahlen 6 mal so hoch wie im normalen Sonnenlicht. Dieser Strahlentyp ist nicht bei der Bildung von Vitamin D zu gebrauchen. Eine UV-A Strahlung erhöht das Risiko für Hautkrebs.

Vitamin D Aufnahme über die Nahrung

10-20% des Vitamin D Bedarf kann über die Nahrung aufgenommen werden. Am meisten kommt es in fetten Fischsorten vor: Aal, Lachs, Makrele und Hering. Butter, Eier, Leber

Speicherung von Vitamin D im Körper

Vitamin D wird im Körper nicht sofort verbraucht, sondern es wird für einige Monate im Körper gespeichert, in Fett und Muskelgewebe. In den Wintermonaten werden die Speicher aufgebraucht und ab Frühjahr wieder aufgefüllt.

Wozu braucht der Mensch Vitamin D

Vitamin D ist an Lebenswichtigen Funktionen im Körper beteiligt. Das Calcitriol fördert die Bildung und Reifung von Knochenstammzellen. Zudem regelt es die Aufnahme von Calcium im Darm. Es fördert den Einbau von Calcium und Phosphat im Knochen- die Knochen und Zähne werden hart und stark. Für die Muskulatur ist es ebenfalls sehr wichtig, Es unterstützt die Muskelleistung und Reflexe.

Wer hat ein erhöhtes Risiko für einen Vitamin D Mangel

Am meisten sind Menschen gefährdet, die sich kaum bis gar nicht im Freien aufhalten. Auch Menschen die sich aus religiösen gründen nur mit bedecktem Körpern ins freien begeben. Menschen mit dunkler Hautfarbe bilden weniger Vitamin D wie Menschen mit heller Haut. Ältere Menschen weisen häufig einen niedrigen Vitamin Spiegel auf, denn mit dem Alter nimmt die Vitamin D Produktion ab. Raucher sind ebenfalls häufiger betroffen.

Was passiert bei einer Unterversorgung

Es wird unterschieden zwischen einem niedrigen Vitaminspiegel und einem wirklichen Vitaminmangel. Bei einem zu niedrigen Vitaminspiegel kann es zu Müdigkeit kommen. Ein Krankhafter Mangel, stellt sich häufig erst nach Jahren der Unterversorgung ein. Es kann zu einer Störung des Knochenstoffwechsels kommen. Bei Babys und Kinder kann es dazu führen, dass Knochen nicht richtig aufgebaut werden und weich bleiben und sich sogar verformen können. Bei Älteren Menschen kann ein Vitamin D Mangel Osteoporose begünstigen.

Was passiert bei einer Überdosierung

Der eigene Körper produziert tatsächlich nur so viel wie er benötigt. Eine Überdosierung kann auftreten wenn du sehr hochdosierte Präperate täglich zu dir nimmst. Es könnten sich Nierensteine oder eine Nierenverkalkung bilden. Im schlimmsten fall könnte es zu einem Nierenversagen kommen. Deshalb ist es wichtig, solch vorgehen nie alleine zu machen. Besprich das am besten mit deinem Arzt.

Einnahme Vitamin D

Wenn du nun auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifst musst du unbedingt darauf achten, dass Vitamin D ein fettlösliches Vitamin ist. Es sollte deshalb immer zu einer Mahlzeit mit etwas fett eingenommen werden. Ich persönlich nehme es gern morgens zu mir, mit einer Avocado.

Laut den meisten Herstellern ist die Einnahmezeit egal, jedoch gibt es einige stimmen die sagen das die Einnahme von Vitamin D die Produktion von Melatonin blockieren kann und es Einschlaf.- Schlafstörungen kommen kann. Wenn du unter Schlafstörungen leidest, dann versuch es einfach mal morgens einzunehmen. Schadet jedenfalls nicht.

Fazit

Ich bin kein Arzt und möchte dir einfach einen kleinen Einblick in das riesen Thema Vitamin D geben. Viele sind von einem Mangel betroffen und es deutet einiges darauf hin, dass Vitamin D einen positiven Effekt bei MS hat. Du solltest UNBEDINGT jede Einnahme IMMER mit deinen Ärzten besprechen und nichts auf eigene Faust machen.

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